Eutin, 30.04.2017, von N. Kleefeldt

Zivil-Militärische-Zusammenarbeit in Eutin

Am vergangen Wochenende übten THW, Feuerwehr, Johanniter und Rettungshundestaffel in Zusammenarbeit mit der Kreisgruppe Holstein-Ost des Reservistenverbandes vom 28.04.-30.04.2017 gemeinsam in der Rettberg-Kaserne in Eutin.

Der fiktive Orkan „Hannes“ hatte dabei in weiten Teilen Ostholsteins große Verwüstung angerichtet. Nach dem Eintreffen der verschiedenen Organisationen und die Herstellung der Notunterkunft begann die Übung mit einer Kolonnenfahrt am Freitagabend. Diese führte von der Kaserne nach Bad Malente bis nach Krummsee und wieder zurück und bestand aus 56 Fahrzeugen.

Am Samstagmorgen wurden insgesamt sechs gemischte Züge aus allen Teilnehmern zusammengestellt. Während die Fachgruppe Führung und Kommunikation die Aufgabe der Verteilung und Koordinierung der Züge an die verschiedenen Stationen übernahm, stellte der Ortsverband Lübeck Stations- und Schiedsrichterpersonal aus den Gruppen der 1. Bergung, Ortung und Räumen.

Die übenden Teilnehmer mussten dabei unterschiedlichste Aufgaben abarbeiten. Als erstes erhielten die sechs Züge eine Liste mit Koordinaten, die sie in eine Karte zu übernehmen hatten. Ein Teil dieser Koordinaten stellte dabei die Orte der anzufahrenden Stationen dar.

 

Folgende Stationen galt es abzuarbeiten:

- Personenrettung aus einer Schlucht

- Personenrettung unter umgestürzten Bäumen

- Suche einer vermissten Wandergruppe

- Bergung eines PKW aus einem Abhang

- Straßenhindernis durch umgestürzte Bäume beseitigen

- Koordinaten eintragen, Karte einnorden und Entfernungen schätzen

- AGT Einsatz nach Chemieunfall mit zwei vermissten Personen

 

Nach einem anstrengenden Tag wurde der 1. Zug unter Leitung des Zugtrupps des Ortsverbandes Bad Oldesloe noch einmal auf den Standortübungsplatz zu einer weiteren Aufgabe geschickt. Hier stellten sie einen Groß-Verkehrsunfall mit neun beteiligten Fahrzeugen und diversen zum Teil schwer verletzten Personen fest. Da der Zug schnell merkte, dass er diese Aufgabe nicht alleine abarbeiten konnte, wurden über die FK weitere Kräfte angefordert. Nach und nach trafen weitere Züge ein, bis letzten Endes alle sechs Züge mit 200 Teilnehmern den Unfall abarbeiteten.

Am Abend wurde dann bei einem gemütlichen Grillabend der Tag nachbesprochen, während am Sonntag nach einem Feldgottesdienst der Rückbau und die Heimfahrt auf dem Plan stand.

Wir danken der Reservistenkameradschaft Holstein-Ost unter Leitung Roland Lorétans und den anderen Helfern für ein tolles Wochenende.

Text: N. Kleefeldt

Bilder: THW


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